Rastgele
Das deutsche Schulsystem – Vielfalt und Durchlässigkeit
Das Schulsystem in Deutschland ist für viele Neuankömmlinge zunächst verwirrend. Nach der Grundschule, die vier Jahre dauert (in Berlin und Brandenburg sechs Jahre), wechseln die Kinder auf eine weiterführende Schule. Hier gibt es verschiedene Schulformen: die Hauptschule, die Realschule, das Gymnasium und die Gesamtschule. Welche Schule ein Kind besucht, hängt von den Noten und einer Empfehlung der Grundschullehrer ab. In manchen Bundesländern können die Eltern frei wählen.
Das Gymnasium führt nach acht oder neun Jahren zum Abitur, das den Zugang zur Universität ermöglicht. Die Realschule endet nach der 10. Klasse mit der Mittleren Reife. Danach können die Schüler eine Ausbildung beginnen oder auf eine weiterführende Schule wechseln, um doch noch das Abitur zu machen. Die Hauptschule bereitet vor allem auf praktische Berufe vor und endet nach der 9. oder 10. Klasse. Gesamtschulen kombinieren alle Schulformen unter einem Dach.
Wichtig zu wissen: Das deutsche Schulsystem ist durchlässig. Wer in der Hauptschule oder Realschule gute Leistungen zeigt, kann später noch auf eine höhere Schule wechseln. Auch ohne Abitur gibt es viele Möglichkeiten, etwa eine Ausbildung zu machen und dann als Meister oder Techniker Karriere zu machen. In Deutschland sind praktische Berufe genauso angesehen wie akademische.
Was ermöglicht das Abitur?